Yoga Schülerinnen und Lehrerin posieren im Krieger 2 auf der Wiese beim Yoga Retreat in Kärnten

Yoga Retreat Checkliste für Yogalehrende & Hotels

Hilfe, die Yogis kommen! Du möchtest als Yogalehrer*in oder Hotelbetreiber in (d)einem Hotel erstmals ein Yoga Retreat anbieten? Als ehemalige Hotelangestellte und nun Yogalehrerin kenne ich beide Seiten. Diese Checkliste hilft dir, alle wichtigen Punkte zu bedenken, entspannt in dein Yoga Retreat zu starten und deinen Gästen eine unvergesslich schöne Zeit zu bieten.

Yoga macht hungrig: Menüoptionen fürs Retreat

Grundsätzlich hat es sich bei meinen bisherigen Retreats gezeigt, dass eine Halbpension mit Frühstück und Abendessen die besten Option in Bezug auf die Verpflegung ist. Meistens startet der Retreat Tag mit einer morgendlichen Yogasession, nach der die Yogis hungrig das Frühstücksbuffet stürmen.

Tagsüber gibt es üblicherweise Workshops und/oder Freizeit, sodass die Teilnehmenden eher draußen unterwegs sind und keine Verköstigung im Hotel benötigen. Abends hat es sich für mich bewährt, ein drei Gänge Menü mit veganen und vegetarischen Optionen anzubieten. Inzwischen frage ich schon bei der Buchung ab, ob es Unverträglichkeiten oder besondere Wünsche gibt, sodass ich dem Hotel vorab Bescheid geben und dieses sich darauf vorbereiten kann.

Sauberkeit

Darf’s ein bisserl mehr sein? Bei der Sauberkeit sehr gerne. Hotels, die (noch) nicht auf Yoga Retreats spezialisiert sind, haben üblicherweise keinen eigenen Yogaraum, sondern bieten dafür ihre Seminarräume an. Daran ist – sofern das Ambiente einigermaßen gemütlich gestaltet werden kann – überhaupt nichts auszusetzen.

Seminarräume werden natürlich auch regelmäßig gereinigt – allerdings gewöhnlich so, dass sie sauber aussehen und in der Annahme, dass sie von Gästen mit Straßenschuhen betreten werden. Nun, wir Yogis sind anders – wir lassen unsere Schuhe und meist auch Socken üblicherweise vor der Tür.

Für unsere Übungen verwenden wir zwar Matten, doch es kommt durchaus vor, dass ein Arm oder Bein die Matte verlässt. Daher freuen wir uns über grundgereinigte Böden, auf denen wir uns ausbreiten können und die unsere Fußsohlen nicht schwarz färben.

Stornierbarkeit

Natürlich hoffe ich, dass dein Retreat sich zahlreicher Buchungen erfreut. Doch gerade bei neuen Locations kann es vorkommen, dass es einmal nicht genügend Anmeldungen gibt. Hier sind Yogalehrende auf eine gewisse Flexibilität seitens des Hotels angewiesen.

Wenn ich ein Hotel für ein Yoga Retreat reserviere, achte ich daher immer darauf, dass zumindest für einen gewissen Zeitraum eine kostenlose Stornierbarkeit geboten wird. Selbstverständlich möchte auch das Hotel seine Zimmer auslasten – daher ist eine Stornofrist von etwa einem Monat vor Anreise meist ein guter Deal für beide Seiten. Zu diesem Zeitpunkt kann man schon recht gut abschätzen, ob die Teilnehmerzahl ausreicht und das Hotel hätte im Falle einer Absage des Retreats noch genügend Zeit, die Zimmer an andere Gäste zu vermieten.

Gute Rechnung, gute Freunde

Ich schreibe absichtlich nicht „strenge Rechnung“, sondern „gute“ – im Sinne von unkompliziert für alle Beteiligten. Erfahrungsgemäß ist es am einfachsten und rechtlich sichersten für Yogalehrende, wenn Unterkunft und Verpflegung vom Hotel direkt mit den Gästen abgerechnet werden. Für die Hotels, in denen ich meine bisherigen Retreats abgehalten habe, war das stets eine gängige Lösung.

Organisiere ich als Yogalehrerin das Retreat selbst, verrechne ich meinen Teilnehmenden nur die Yogapauschale, die alle Yogaklassen, Meditationseinheiten und gegebenenfalls auch einen Anteil an der Miete für den Yogaraum enthält. Werde ich vom Hotel zum Abhalten des Retreats eingeladen, erfolgt die gesamte Verrechnung über das Hotel und ich erhalte im Anschluss einen festgelegten Betrag pro Teilnehmer*in.

Achtung: Wer einen Pauschalpreis für mehrere Bestandteile einer Reise, wie beispielsweise ein Yoga Retreat, anbietet, fällt unter das Pauschalreisegesetz und braucht somit neben einer Gewerbeberechtigung als Reisebüro oder Gastgewerbe auch eine Reiseleistungsausübungsberechtigung und eine Insolvenzabsicherung. (Das ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Details können bei der WKO erfragt werden.)

Yoga Retreat Checkliste im Überblick

Wenn in einem Hotel erstmals ein Yoga Retreat stattfindet, gibt es immer ein paar Stolpersteine. Ich habe bisher in zwei Hotels das jeweils erste Yoga Retreat abgehalten und in dieser Checkliste meine Erfahrungen zusammengefasst. Hier nochmal ein Überblick:

  • Vegane, vegetarische Wünsche und Unverträglichkeiten abfragen und weitergeben
  • Auf gründliche Sauberkeit im Yogaraum achten
  • Faire Stornoregelungen vereinbaren
  • Getrennte Abrechnung von Yogapauschale und Hotelleistungen

Hast du weitere Erkenntnisse? Teile Sie gerne als Kommentar. Oder hast du noch Fragen zur Planung deines ersten Retreats? Dann kommentiere gerne ebenfalls oder komm‘ in unsere Facebook Gruppe „Netzwerk für Yogalehrende“ und tausche dich mit anderen Yogalehrer*innen aus!

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